Mittwoch, 14:15 Uhr. Treffen mit Felix im 24grad.
Der Seminarraum ist für uns geblockt. Was ist der Plan? Das war zu diesem Zeitpunkt noch ziemlich offen. Ich hatte vier verschiedene Kaffees dabei – drei Filterkaffees und einen Espresso. Also erst einmal auspacken, Wasser aufsetzen und probieren.

Angefangen haben wir ganz klassisch mit einem Cupping. Vier Kaffees nebeneinander, gleiche Bedingungen, möglichst wenig Einfluss durch die Zubereitung. Wie unterscheiden sie sich? Was fällt auf? Und vor allem: Wie wirken die Kaffees auf jemanden, der nicht die letzten Röstungen, Kurven und Entscheidungen im Kopf hat?
Beim Cupping blieb es allerdings nicht lange.
Relativ schnell standen verschiedene Filtermethoden auf dem Tisch. Denn ein Kaffee, der beim Cupping spannend ist, muss nicht mit jeder Zubereitung gleich gut funktionieren. Also ausprobieren: Wie verändert sich der Geschmack beim Aufbrühen? Welche Aromen treten stärker hervor? Was verschwindet? Und welche Methode passt am Ende am besten zu welchem Kaffee?
Und genau da wurde es interessant. Denn das Resultat hat mich selbst etwas überrascht.

Einer der Kaffees landete schließlich auch noch in der Espressomaschine.
Solche Nachmittage sind für mich ein wichtiger Teil von 51Roasters: nicht einfach eine Röstung fertigstellen und ins Regal stellen, sondern probieren, vergleichen, verändern und auch andere Meinungen einholen. Am Ende soll nicht die Röstkurve überzeugen, sondern das, was in der Tasse landet.






